Rostock Mit einem großen Polizeiaufgebot sind gestern im Seehafen die Fähren aus Dänemark erwartet worden. Etwa 100 Hells Angels aus Skandinavien waren angekündigt, die auf dem Weg zu einer großen Rocker-Party in Berlin sein sollten. Da die Hells Angels immer wieder auch im Rauschgiftgeschäft, bei Prostitution oder durch Verstöße gegen das Waffengesetz auffallen, war zur „allgemeinen Gefahrenabwehr“ gestern die Schwerpunktkontrolle angesetzt worden.
Mit 80 Beamten war die Polizei an zwei Kontrollstellen im Seehafen im Einsatz. „Wir stellen die Identität fest und durchsuchen gegebenenfalls Fahrzeuge und Personen“, erklärte Einsatzleiter Rüdiger Vetters. „Wenn keine Verstöße festgestellt werden, können die Reisenden weiterfahren.“ Bei der 13-Uhr-Fähre aus Gedser hatten die Bundespolizisten so gut wie nichts zu tun. Zwei Stunden später fischten sie zunächst zwei Fahrzeuge heraus. Mehrere schwedische Mitglieder der Rockerbande hatten sich offensichtlich einen Minibus gemietet, sie wurden durchsucht. An der anderen Kontrollstelle wurde ein Mercedes mit drei Personen an den Straßenrand gewunken. Auch hier wurden Personalien aufgenommen und die drei Männer wie auch das Auto durchsucht. Mit dabei waren auch Berliner Polizeibeamte, die die Kontrollen beobachteten und die Rocker gegebenenfalls in die Hauptstadt begleiten wollten. Die große Gruppenanreise der Hells Angels aus Skandinavien blieb jedoch bis zum Abend aus. Dänische Behörden hatten darüber informiert, dass die Rocker zum Treffen nach Berlin unterwegs seien.
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