Greifswald Finanzkrise ist für die Sparkasse Vorpommern ein Fremdwort. Das jedenfalls sagt Uwe Seinwill, der Vorstandsvorsitzende. „Dank des soliden Geschäftsmodells, der regionalen Verankerung, der Kundennähe und der engen Anbindung an die regionale Wirtschaft konnten Neukunden und Einlagen gewonnen werden“, betont er. Die Bilanzsumme der Sparkasse lag 2011 bei 2,46 Milliarden Euro und damit ein Prozent höher als im Jahr 2010. „Wir haben keinerlei riskante Anleihen gekauft und setzen nach wie vor auf eine konservative Anlagepolitik“, sagt Seinwill. Auch die Kundeneinlagen konnten gegenüber dem Vorjahr um 19 Millionen Euro gesteigert werden. Sie erreichten damit einen neuen Höchststand von 2,05 Milliarden Euro. Allein 919 Millionen davon sind Spareinlagen, was der Sparkassenchef mit den Worten „Die Leute hier halten ihr Geld zusammen“, kommentiert. Man rangiert damit unter den bundesweit 426 existierenden Sparkassen auf Platz 130.
Der Sparkassenvorstand sieht die Zahlen als Ausdruck des Vertrauens der Kunden und ihrer Zufriedenheit mit Service und Beratung. „Mit 160 000 Privatgirokonten und 14 000 Geschäftsgirokonten sind wir Marktführer“, so Seinwill. Das sei wichtig, um weiterhin ein starker Partner der Menschen und Firmen in Vorpommern zu bleiben. Gerade Unternehmen würden sich zunehmend um Kredite der Sparkasse bemühen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr knapp 202 Millionen Euro an Krediten ausgereicht, davon allein 90 Millionen für den Wohnungsbau. Von „Kreditklemme“ können deshalb bei der Sparkasse keinesfalls die Rede sein, merkte Seinwill an.
Besonders stolz ist das Geldinstitut darauf, den Geschäftserfolg auf vielfältige Weise an die Einwohner zurückzugeben. So seien voriges Jahr 1,1 Millionen Euro als Spenden, Sponsoring und Stiftungsförderungen in gemeinnützige Projekte geflossen. Die Palette ist breit, reicht vom Usedomer Musikfestival bis zur Vorpommerschen Landesbühne Anklam.
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